Ein aufregendes Segeljahr geht zu Ende – Zeit, einmal zurückzuschauen, was dieses Jahr alles passiert ist. Sommerfreizeit an der Schlei, Familienfreizeit, Trainingslager in Neuland, Prüfung zum Sportbootführerschein und vieles mehr haben dieses Jahr zu einem Highlight gemacht. Im Jahresrückblick lassen wir die wichtigsten Ereignisse nochmal Revue passieren (Klick auf das Bild öffnet Youtube):
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Boote sind eingewintert
Am vergangenen Sonntag stand der Abbau der Boote an. Bei gar nicht winterlichem Wetter, Temperaturen über 20 Grad und Sonnenschein, hieß es Masten legen, Boote Waschen und dann alles in die Halle puzzlen. Eine Herausforderung war der (riesige) neue Trailer (Foto) und drei Boote, die dieses Jahr zur Flotte dazugekommen sind.
Mehr als 30 Helfer waren dabei und so war gegen 15 Uhr alles in der Halle verstaut und wir konnten uns dem gemeinschaftlichen Verzehr von Erbsensuppe zuwenden.
Zwei Boote sind wegen der warmen Witterung noch nicht abgebaut, sondern stehen noch zum Segeln bereit.
14 Nachwuchs-Segler bei Trainingslager in Neuland
Vom Sonntag auf Montag (Tag der dt. Einheit) fand in Neuland ein Trainingslager der Jugendabteilung statt. 14 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren nutzten die beiden sehr windreichen Tage, um vor Saisonende nochmal ausführlich zu segeln.
Unter der Anleitung der Trainer Friederike, Peer und Chris waren die Nachwuchssegler ordentlich gefordert. Wind zwischen 10 und 15 Knoten und immer wieder kurze Regenschauer, die Böen bis 20 Knoten mitbrachten, zeigten gerade den Kleinen schnell ihre Grenzen auf. Am Sonntag gab es dann auch nur eine Wassereinheit, bei der die Großen fleißig Up- and Down-Kurse übten und die Opti-Kids bald in die Landabdeckung fuhren, um dort auf einer Halbwind-Acht an ihren Wenden zu arbeiten. Am späten Nachmittag ging es dann wieder in den Hafen. Wer schon damit gerechnet hatte, jetzt die Füße hochlegen zu können, der irrte. Schließlich war Selbstversorgung angesagt. Während die einen kochten, deckten die nächsten den Tisch und wieder andere Teilnehmer machten Feuer.
Nach dem gemeinsamen Essen folgte eine kurze Theorieeinheit zum Thema Knoten und dann ging es raus zum Lagerfeuer. Am Lagerfeuer gab es neben einer Menge Seemannsgarn (David klärte beispielsweise über die Gefahren des Vision-Segelns auf, die sich wegen ihres hohen Mastes unter anderem häufig in Hubschraubern verfängt) auch Punsch direkt vom Feuer. Nach dem anstrengenden Tag verschwanden die meisten dann aber doch relativ schnell in ihren Schlafsäcken.
Am nächsten Tag stand gegen 8.30 Uhr das Frühstück auf dem Tisch. Sowohl das Schneiden der rund 60 Brötchen für Frühstück und Lunchpaket als auch die gerechte Verteilung von Nutella, Butter und Wurst stellten so große Hürden da, dass alles viel länger dauerte als geplant. Dadurch musste leider sogar die Frühsport-Einheit ausfallen. Um kurz nach 10 waren wir dann auf dem Wasser. Wir haben wieder zwei Kurse ausgelegt, einen Up- and Down und einen Halbwindkurs in der Landabdeckung. Bei den Opti-Kindern gab es große Fortschritte, die Manöver wurden immer besser und so segelte Fabian die Vormittagseinheit auf einer Feva mit und Leo fuhr mit seinem Opti um den großen Kurs.
Die Mittagspause fand im Schnellverfahren statt, denn anschließend folgte die Abschlussregatta. Hier waren (wenig verwunderlich) die erfahreneren Crews im Vorteil, knapp gewonnen haben Kati und Anabel, dann folgte die Vision mit David, Moritz und Milena. Punktgleich auf dem dritten Platz landeten Leo im Opti und Arne und Julien mit ihrer Feva. Glücklichen Herzwunsch.
Am Ende war das Trainingslager nicht nur für alle eine tolle Gelegenheit, ihre Segelkünste zu verbessern, sondern auch als Verein weiter zusammenzuwachsen. Aus allen drei Jugendgruppen waren Segler vertreten. Auch über die Gruppengrenzen hinweg haben sich alle gut verstanden.
Bootstaufe – feierliche Indienststellung von 5 Booten
Am vergangenen Mittwoch hielt die SVGS in Neuland einen Festakt anlässlich der Taufe von fünf neuen Booten ab.
Durch den Nachmittag führte der zweite Vorsitzende Sten Flehmig, musikalisch untermalt wurde der Festakt von Kalle, der E-Gitarre spielte und sang. Neben zahlreichen Vereinsmitgliedern waren auch geladene Gäste aus der Bezirksversammlung, der Abteilung für Sportangelegenheiten des Bezirksamtes, dem Hamburger Segel-Verband und der Hamburger Segeljugend, befreundeten Vereinen und Förderer anwesend.
Folgende Boote wurden getauft:
Timo und Sjard tauften die beiden Laser (bzw. ILCA) Ernie und Bert. Die Anschaffung der beiden gebrauchten 1-Personen-Boote ermöglichten uns Privatspenden.
Arne taufte unsere neue RS Vision Brenda. Das Boot kam Anfang des Jahres gebraucht als Spontankauf zu uns, somit haben wir nun zwei Visions. Die Boote werden überwiegend in der Jugendabteilung eingesetzt, können aber auch von Erwachsenen gesegelt werden.
Anschließend taufte Jesper den Laser Bahia Wilma. Der Bahia ist mit bis zu vier Bootsplätzen ein richtiges Schlachtschiff und kann von allen Altersgruppen genutzt werden. Die Anschaffung wurde ebenfalls durch Privatspenden und Breitensportförderung des Hamburger Segel-Verbandes ermöglicht.
Kati und Anabel tauften zuletzt unsere Feva Ida. Ida ist bereits seit 2020 in unserer Flotte, konnte aber aus bekannten Gründen noch nicht feierlich getauft werden. Sie ist das fünfte Boot dieser Klasse und wird für unsere Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren genutzt. Für die Feva haben wir einen Zuschuss der HASPA erhalten.
Darüber hinaus präsentierten wir den Gästen noch zwei weitere Neuanschaffungen: Unser Motorboot hat seit Saisonbeginn einen neuen Elektromotor, der durch Mittel der Bezirksversammlung gefördert worden ist. Das Boot setzen wir zur Trainingsbegleitung ein. Zudem haben wir für einen der Laser ein Foiling Kit erworben, mit dem es möglich ist, über das Wasser zu fliegen. Die Peter-Mählmann-Stiftung bezuschusste diese Investition.
Im Anschluss an den Festakt hatten alle Gäste die Möglichkeit, unsere Flotte auf dem See mit dem Motorboot zu begleiten und sich an unserem Grill mit Speisen zu versorgen.
Vollmond über dem See – Segelboote auf dem See
Am vergangenen Samstag stand der Vollmond über Harburg. Grund genug, die Tradition des Vollmondsegelns wieder auferstehen zu lassen. Los ging es um 19 Uhr, ebenfalls traditionsgemäß mit einer amtlichen Abendflaute. Aber egal, was zählt ist das Erlebnis. Also schnell noch Holz fürs Lagerfeuer zusammengesucht und schonmal angeheizt, dann Boote aufbauen und (ganz wichtig!!) mit möglichst vielen Knicklichtern, LED-Leuchtstreifen usw. schmücken und ab auf den See. Bei 3-4 kn gab es zwar keinen neuen Geschwindigkeitsrekord, aber immerhin riss gegen 22 Uhr die Wolkendecke auf und gab den Blick auf den Vollmond frei.
Die SVGS war dabei mit einer ordentlichen Flotte unterwegs, beide Visions, zwei RS Feva, der Bahia, ein Trainer, Ninas „Möwe“ und Hennings Segelkanu waren auf dem See, rund 25 Leute waren insgesamt bei der Veranstaltung.
Anschließend gab es noch Stockbrot und Glühwein vom Lagerfeuer und eine kleine Diashow mit Bildern aus dem letzten Jahr.
Kurz vor Mitternacht haben wir uns dann nach Hause begeben, um von weiteren Segelabenteuern zu träumen.




