Magische Atmosphäre beim Vollmondsegeln

Luftbild vom Vollmondsegeln: Im Vordergrund beleuchtete Boote, im Hintergrund das Vereinsgelände mit LagerfeuerAm 26.9 um 18 Uhr versammelten sich vierzig Seglerinnen und Segler der SVGS zum Vollmondsegeln. Als erstes wurden die Boote aufgebaut, und ab 18:40 Uhr waren die ersten auf dem Wasser. Da es viele Seglerinnen und Segler gab, waren 11 Boote unterwegs, die Bahia, die Vision, die VB, die Quest, mehrere Fevas, zwei Laser und beide Motorboote, zu Beginn noch ohne Beleuchtung. Später kamen Lichterketten, Taschenlampen und Leuchtstäbe zum Einsatz, um die Boote auf dem dunklen Wasser zu beleuchten. Der Mond erledigte die restliche Beleuchtung, sorgte für eine wunderschöne, fast magische, Atmosphäre auf dem Wasser. Sogar ein paar Sterne waren zu sehen und der ein oder andere Windhauch kam auf, gerade genug um die Boote ohne Paddel in Bewegung zu setzen.

Gegen 22 Uhr waren alle Boote zurück an Land und abgebaut. Die Seglerinnen und Segler konnten sich am Lagerfeuer wieder aufwärmen, es gab Punsch, warme Apfelschorle und Tee, außerdem Stockbrot und Snacks. Vollmond und Lagerfeuer reichten als Beleuchtung völlig aus, der See war unterdessen im Nebel verschwunden. Es gab viele nette Gespräche und Anekdoten über den Verein und vieles mehr. Die Runde wurde immer kleiner, bis um 0:30 Uhr, die letzten sich ans Aufräumen machten und schließlich auch nach Hause fuhren. Es war ein schönes Event, besonders das Segeln mit dem beleuchteten Booten und dem hellen Vollmond.
Bericht: Rebekka

Fünf neue Boote für die SVGS – feierliche Taufe am Neuländer See

Gäste bei der BootstaufeAm vergangenen Donnerstag, dem 24. September, wurde es am Neuländer See festlich: Rund 40 Gäste kamen zur Bootstaufe der Segelvereinigung Sinstorf. Gleich fünf neue Vereinsboote erhielten ihre Namen und wurden anschließend bei bestem Wetter direkt auf dem Wasser ausprobiert. Neben Vereinsmitgliedern und Familien waren auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sport zu Gast.

Getauft wurden der Laser „Grover“, die beiden RS500 „Pascal“ und „Kelvin“, der 29er „Urs“ sowie die RS Quest „Yoshi“.

Möglich geworden ist die Anschaffung der neuen Boote durch die Unterstützung verschiedener Förderer. „Yoshi“ wurde von der Alexander Otto Sportstiftung gefördert. Weitere Boote wurden mit Unterstützung der Hamburger Sparkasse (HASPA) sowie des Hamburger Segel-Verbands aus Mitteln der Breitensportförderung finanziert. Damit kann die SVGS ihr Angebot insbesondere für Kinder und Jugendliche weiter ausbauen und den Seglerinnen und Seglern moderne Trainingsboote zur Verfügung stellen.

Grußworte und ein Blick zurück

Sten und Henning begrüßen die BesucherDurch den Nachmittag führte der stellvertretende Vorsitzende Sten Flehmig. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Henning Schrödter folgten mehrere Grußworte.

Henning Schrödter stellte dabei die Bedeutung der neuen Boote für die Vereinsarbeit heraus und bedankte sich bei den Förderern und allen, die an der Beschaffung beteiligt waren.

Sonja Wichmann illustrierte ihr Grußwort durch mitgebrachte Unterlagen aus der Anfangszeit des WassersportzentrumsAuch Sonja Wichmann, Leiterin des Fachamtes Sozialraummanagement im Bezirksamt Harburg, war zu Gast. Sie begleitet die Entwicklung des Standorts am Neuländer See bereits seit vielen Jahren und hatte zur Bootstaufe sogar historische Dokumente aus der Entstehungszeit der Anlage mitgebracht.

In ihrem Grußwort erinnerte sie daran, dass der Weg zum heutigen Wassersportzentrum keineswegs selbstverständlich war. Viele unterschiedliche Beteiligte mussten zusammengebracht werden, Fragen des Naturschutzes mussten geklärt und die Finanzierung gesichert werden. Rund zehn Jahre dauerte es, bis das Projekt schließlich umgesetzt werden konnte.

Heute, so Wichmann, sei es schön zu sehen, dass die Anlage gut funktioniere und sich die anfänglichen Schwierigkeiten weitgehend gelegt hätten. Gleichzeitig freute sie sich darüber, nun auch einmal selbst zu Gast bei der SVGS sein zu können.

Alexander Stein stellte den Beitrag der SVGS für den Jugendsport herausAlexander Stein von der HASPA sprach ebenfalls ein Grußwort: Er betonte die Bedeutung der Vereinsarbeit und insbesondere der Jugendarbeit und machte deutlich, dass die HASPA die SVGS gerne unterstütze und dies auch in Zukunft weiter vorhabe.

Mit Sören Schumacher war außerdem ein besonderer Gast vor Ort. Der Bürgerschaftsabgeordnete für Harburg ist der SVGS seit vielen Jahren verbunden und war selbst lange Zeit im Verein aktiv. Als Trainer war er früher selbst auf dem Wasser und engagierte sich außerdem maßgeblich für die Entwicklung des Wassersportzentrums Neuländer See.

Ehrengäste (v.l.n.r.): Sören Schumacher, Niklas Jahn, Alexander Stein, Henning Baur, Sona Wichmann, Jörn Rosenberg, Dr. Jonas Leder. 2. reihe: Thore BliefernichtSchumacher konnte sich vor Ort anschauen, wie sich der Standort und der Verein entwickelt haben. Besonders erfreulich war dabei, dass er die neue Generation von Seglerinnen und Seglern direkt auf dem Wasser erleben konnte. „Ich bin stolz, dass sich mein alter Verein so entwickelt hat.“

Zu den weiteren Gästen gehörten Henning Baur, Breitensport-Obmann des Hamburger Segel-Verbands, Dr. Jonas Leder, Direktor des Landessportamtes, sowie Jörn Rosenberg aus dem Sportreferat des Bezirksamtes Harburg. Auch Thore Bliefernicht aus der CDU-Fraktion sowie Niklas Jahn von der Harburger SPD waren vor Ort.

Jetzt werden die Boote getauft

Nach dem offiziellen Teil gab es zunächst eine kurze Pause bei Kaffee, Kuchen und Sekt. Anschließend wurde es für die Kinder und Jugendlichen spannend: Sie durften die neuen Boote selbst taufen.

Nacheinander erhielten „Grover“, „Pascal“, „Kelvin“, „Urs“ und „Yoshi“ ihre Namen. Für die jungen Seglerinnen und Segler war die Taufe dabei nicht nur ein symbolischer Moment – unmittelbar danach konnten die neuen Boote auch ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden.

Taufe RS Quest YoshiBei sonnigem Wetter ging es auf den Neuländer See. Die Jugendlichen bauten ihre Boote selbständig auf, machten die neuen Schiffe segelklar und gingen anschließend aufs Wasser. Einige der Gäste konnten das Geschehen dabei aus nächster Nähe verfolgen: Auf dem Motorboot der SVGS ging es hinaus auf den See, um das Training einmal aus der Perspektive vom Wasser aus zu erleben.

Gerade die Selbständigkeit der Jugendlichen fiel dabei vielen Besucherinnen und Besuchern auf. Die Kinder und Jugendlichen bauten ihre Boote eigenständig auf, bereiteten sich auf das Segeln vor und waren anschließend ohne ständige Betreuung durch Erwachsene auf dem Wasser unterwegs. Für viele der Gäste war es beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich die jungen Seglerinnen und Segler mit ihren Booten umgehen.

"Taufgemeinde" rund um den ILCA "Grover"Neue Boote, neue Möglichkeiten

Mit den fünf neuen Booten wächst die Trainingsflotte der SVGS weiter. Besonders für die Jugendarbeit sind die zusätzlichen Möglichkeiten wichtig: Vom ersten Einstieg in größere Jollen bis hin zum anspruchsvollen Regattatraining stehen nun weitere moderne Boote zur Verfügung.

Die Taufe hat damit nicht nur fünf neue Namen auf den Booten sichtbar gemacht; sie hat auch gezeigt, was hinter der Vereinsarbeit der SVGS steht: engagierte Ehrenamtliche, Kinder und Jugendliche, die mit Begeisterung segeln, und ein Netzwerk aus Förderern, Verbänden, Verwaltung und Politik, das die Entwicklung des Vereins unterstützt.

Ein herzlicher Dank gilt daher allen Förderern und Unterstützern, die die Anschaffung der Boote ermöglicht haben – und natürlich den vielen Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass die Boote anschließend auch regelmäßig auf dem Wasser sind.

Grover, Pascal, Kelvin, Urs und Yoshi: Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schwert!

Ferienpass auf dem Neuländer See: Segelspaß für 25 Kinder

Auch in diesem Jahr war die Segelvereinigung Sinstorf e. V. wieder beim Hamburger Ferienpass dabei. Mit zwei unterschiedlichen Angeboten konnten insgesamt 25 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 15 Jahren das Segeln auf dem Neuländer See kennenlernen oder ihre ersten Erfahrungen auf dem Wasser vertiefen.

Gruppenfoto Ferienpass Opti 2026Mit dem Opti aufs Wasser

Am 16. und 17. Juli nahmen acht Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren an einem zweitägigen Opti-Schnupperkurs teil. Unter der Leitung von Henning und Chris lernten sie zunächst die Grundlagen: Wie ist ein Optimist aufgebaut? Wie sitzt man richtig im Boot? Wie steuert man und wie funktioniert das Segeln überhaupt?

Die Opti-Flotte auf dem Neuländer SeeBei bestem Sommerwetter mit Sonne, angenehmen Temperaturen und leichtem, aber konstantem Wind konnten die Kinder das Gelernte schnell selbst ausprobieren. Nach einer kurzen Theorie- und Paddeleinheit am Vormittag waren sie bereits am ersten Tag mit ihren eigenen Optimisten auf dem See unterwegs. Am zweiten Tag konnten sie mit zusätzlicher Unterstützung durch Katharina bereits anspruchsvollere Kurse fahren. Auch ein Kentertraining durfte natürlich nicht fehlen.

Für viele war es erst der zweite Segeltag überhaupt – umso beeindruckender, wie sicher die Kinder am Ende bereits selbstständig auf dem See unterwegs waren. Schade nur, dass die zweitägige Aktion dann schon wieder vorbei war.

Gruppenfoto Ferienpass Jolle 2026Vier Tage Jollensegeln

Vom 3. bis 6. August folgte die Jollenaktion für 17 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren. Die Nachfrage war so groß, dass wir die Teilnehmerliste bereits bei 17 Anmeldungen schließen mussten. Besonders gefreut hat uns, dass sechs Mädchen dabei waren. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer saßen zum ersten Mal in einer Jolle, andere hatten bereits Segelerfahrung.

So geht das also... Unser Trainer erklärt an Land, wie das Boot funktioniertUnter der Leitung von Chris unterstützten Arne, Katharina, Marlene und David als Trainer sowie Ute an Land das Team. Zum Einstieg standen verschiedene Workshops auf dem Programm: Die Jugendlichen lernten die wichtigsten Sicherheitsregeln, stellten ihre Schwimmwesten richtig ein, übten Manöver an einem an Land aufgebauten Boot und lernten, wie sie die Jollen korrekt auf- und abbauen.

Segeln auf der RS QuestDas Wetter bot anschließend die ganze Bandbreite des Segelns. Der Montag war bereits recht windreich, während der Dienstag bei deutlich weniger Wind ideale Bedingungen zum Üben bot. Alle konnten einmal das Steuer übernehmen und sich auf die kommenden Tage vorbereiten. Am Mittwoch frischte der Wind dann deutlich auf, in Böen wurden bis zu 20 Knoten erreicht. Einige Kenterungen gehörten da zwangsläufig dazu – bei sommerlichen Temperaturen waren aber alle schnell wieder trocken. Wer sich bei dem Wind noch nicht ganz wohlfühlte, konnte gemeinsam mit einem Trainer auf einem größeren Boot segeln.

Auch das Kentern gehört dazu...Auch am Donnerstag blieb es windreich. Als der Wind am Vormittag für die geplante Übung zu stark wurde, verlegten wir den Kurs am Nachmittag kurzerhand in die geschützte Landabdeckung. So konnten alle weiterhin sicher und mit viel Spaß segeln.

Gesegelt wurde überwiegend mit RS Fevas. Außerdem kamen eine RS Vision, ein Bahia und erstmals auch die neue RS Quest des Vereins zum Einsatz. Ein Trainer coachte die Jugendlichen jeweils direkt von einem Segelboot aus, zusätzlich begleiteten unsere beiden Motorboote die Gruppe.

Segeln mit dem BahiaGemeinsam für den Nachwuchs

Besonderer Dank gilt Ute, die beide Ferienpass-Aktionen unterstützt hat. Sie sorgte nicht nur jeden Tag für leckeres Mittagessen, sondern übernahm auch die Einkäufe sowie zahlreiche Aufgaben rund um Steg, Boote und Auf- und Abbau. Ohne diese Unterstützung wären die Aktionen sicher nur halb so schön gewesen.

Am Ende standen abwechslungsreiche und vor allem unfallfreie Ferienpasstage: Niemand wurde verletzt und kein Boot wurde beschädigt. Dafür gab es jede Menge Segelerfahrung, neue Bekanntschaften und hoffentlich einige motivierte Nachwuchsseglerinnen und -segler, die wir bald im regelmäßigen Jugendtraining der SVGS wiedersehen.

Der große Zuspruch zeigt uns, dass die Segelvereinigung Sinstorf inzwischen auch über den Verein hinaus als Anbieter eines hochwertigen Jugendtrainings wahrgenommen wird. Darüber freuen wir uns sehr – und vielleicht beginnt für einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Ferienpass ja gerade eine längere Segelgeschichte.

Galerie Ferienpass Opti

Galerie Ferienpass Jolle

Erfolgreich bei Wind und Wellen: Fünf SVGS-Segler in Travemünde

Ende Juli lockte die Travemünder Woche zehntausende Besucher ans Ufer der Lübecker Bucht. In diesem Jahr fanden in dem Zuge auch die „RS Games“ statt – Meisterschaften in allen größeren RS-Klassen, unter anderem auch die Europameisterschaft der Bootsklasse RS500. Zu dieser meldeten sich auch fünf Seglerinnen oder Segler der Segelvereinigung Sinstorf. Friederike und Peer, Sjard und Luca und Torge mit einem Steuermann aus dem WSCW. Zusätzlich waren Moritz und David mit dem Motorboot der Hamburger Segeljugend vor Ort, um die Segler auf dem Wasser zu betreuen; auch einige Eltern waren mit dabei.

Vor dem offiziellen Start der Regatten am Samstag gab es zunächst ein paar Tage zum Einsegeln, dann starteten die Regatten am Samstag direkt mit einem Starkwindtag – im Laufe der ersten Wettfahrt nahm der Wind immer noch zu, aus Sicherheitsgründen entschieden sich alle SVGS-Crews, in den Hafen zurückzukehren. Eine gute Entscheidung, denn fünf von 26 an diesem Tag gestarteten Booten kamen mit gebrochenem Mast zurück an den Strand.

Regattabetreuung auf dem WasserAm Sonntag waren die Bedingungen dann etwas humaner, alle SVGS-Schiffe starteten. Bis einschließlich Mittwoch fanden Wettfahrten statt, dabei bot sich ein Spektrum von Stark- bis Schwachwind.

Am Ende haben alle viel gelernt, Torges Team ist mit Platz 22 beste deutsche Crew, Friederike und Peer beendeten die Wettfahrtserie mit Platz 31, hier machten sich die fehlenden Wettfahrten vom ersten und letzten Tag (zu allem Überfluss brach der Pinnenausleger ab – ein Ersatzteil war zwar dabei, lag aber im Kofferraum und konnte nicht schnell genug herangeschafft werden) bemerkbar – bestes Einzelergebnis war hier Platz 17. Für Sjard und Luca wurde es Platz 47, immerhin mit zwei abgeschlossenen Wettfahrten. Auch für die beiden, die erstmals zusammen eine Regatta segelten, ein Erfolg.

Gruppenfoto SVGS-Team Travemünder Woche 2026Die Travemünder Woche war dabei nicht nur sportlich ein Highlight. Neben dem tollen Revier, der Lübecker Bucht, gab es auch ein Rahmenprogramm, das neben einem Fest auf dem historischen Segelschiff „Passat“ auch Feuerwerk, Lasershow und Volksfest beinhaltete.

„Die RS500-EM war ein tolles Erlebnis“, sagt SVGS-Seglerin Friederike Hoefer, die schon an mehreren internationalen Regatten teilgenommen hat. „Schön, dass sich auch ein paar jüngere Segler gemeldet haben. Sie haben hier viel gelernt und werden hoffentlich bei den nächsten größeren Regatten wieder dabei sein.“

Namensfindung für neue Boote

Der RS500, ausnahmsweise mal nicht gekentert.Inzwischen haben wir einige namenlose Boote… So soll es nicht bleiben, daher suchen wir nach passenden Namen für 2x RS500 (Bild), unseren Quest, den blauen ILCA und den 29er.

Da wir in der Zukunft noch weitere Quests erwerben möchten, sollte hier auch gerne eine logisch erweiterbare Reihe verwendet werden.

Wir freuen uns über eure kreativen Vorschläge, aus denen der Vorstand dann die besten auswählen wird.
Umfrage beendet.